
Shibui-Stille trifft Brutalismus-Bad
Ein Badezimmer, das japanische Zurückhaltung direkt in eine architektonisch rohe Hülle setzt: Eine ovale Badewanne aus hellem, aromatischem Hinoki-Holz steht auf einem Bett aus glatten, grauen Flusssteinen, umgeben von unverputzten Sichtbetonwänden und einer ebensolchen Decke. Kein Ornament, keine Fliese, kein zusätzliches Dekor lenkt vom eigentlichen Ritual des Badens ab — nur Holz, Stein und Beton in ihrer reinsten Form.
Style DNA
Diese Fusion verbindet zwei Philosophien der Zurückhaltung, die aus völlig unterschiedlichen Kulturen stammen — japanisches Shibui und westlicher Brutalismus —, aber dasselbe Ziel verfolgen: nichts Überflüssiges zu zeigen.
Farbpalette & Materialien
Kühles Betongrau bildet die architektonische Hülle, während warmes, honigfarbenes Hinoki-Holz und graue Flusssteine für die einzige, aber wirkungsvolle Wärme im Raum sorgen.
Warum die Kombination funktioniert
Weil sowohl Beton als auch Hinoki-Holz unbehandelt und materialehrlich bleiben, entsteht kein Stilbruch, sondern ein durchgehendes Prinzip von Reduktion, das nur zwischen zwei Temperaturen wechselt — kühl und warm.
Drei Einrichtungsregeln
- Eine einzelne warme Materialinsel wie eine Holzwanne reicht, um einen komplett rohen Betonraum bewohnbar wirken zu lassen.
- Verzichte konsequent auf Fliesenmuster oder Ornament, damit die Ruhe des Raumes nicht gestört wird.
- Naturstein wie Flusssteine unter der Wanne verbindet die beiden Materialwelten Holz und Beton auf natürliche Weise.
Zentrale Möbelarten
Im Bild: eine ovale Hinoki-Holzwanne, glatte graue Flusssteine sowie unverputzte Sichtbetonwände und -decke.
Ähnliche Stilfusionen
Der rohe Sichtbeton dieses Bades teilt seine Materialsprache mit unserem Wabi-Sabi-×-Hollywood-Regency-Schlafzimmer — beide Räume zeigen, wie unbehandelte, raue Oberflächen als Bühne für ein einzelnes warmes Element funktionieren.